Obwohl sich der Begriff "Web 2.0" derzeit großer Popularität erfreut und deshalb viele von einer temporären Erscheinung sprechen, werden etliche Ansätze die Weiterentwicklung des Internets nachhaltig beeinflussen. Aus diesem Grund ist es wichtig zu verstehen, was "Web 2.0" bedeutet und welche Vorteile es, insbesondere unter Einsatz des Imperia Content Management Systems, bietet.
Der Begriff "Web 2.0" wurde von Dale Dougherty vom O’Reilly-Verlag und Craig Cline von MediaLive geprägt und diente als Namen für eine Konferenzreihe, die im Oktober 2004 erstmalig stattfand. Aufgrund der starken Resonanz veröffentlichte Tim O’Reilly im September 2005 einen Artikel, der versucht, den Begriff "Web 2.0" genauer einzugrenzen (http://www.oreillynet.com/lpt/a/6228). In seinen Ausführungen wird deutlich, dass der Begriff mehrere Prinzipien umfasst, die als Kernkompetenzen erfolgreicher "Web 2.0"-Unternehmen verstanden werden können. Im Folgenden werden diese Prinzipien kurz dargestellt:
1) Ersetzung von Softwarepaketen durch Softwaredienstleistungen, die eine kosteneffiziente Skalierung ermöglichen:
Für den Nutzer bedeutet dies, dass er, wenn er zukünftig z.B. einen Brief schreiben möchte, nicht mehr seine lokale Textverarbeitung, die er in Form einer Lizenz erworben hat, startet, sondern für geringes Entgelt eine webbasierte Anwendung für genau diesen Zweck nutzen wird.
2) Gezielte Kontrolle über einzigartige Datenquellen, deren Wert mit zunehmender Nutzung steigt:
Die Anreicherung von Kartenmaterial mit Geschäftsadressen, wie es beispielsweise bei Google Maps durch die Nutzer geschieht, stellt eine derartige Datenquelle dar. Ähnliches gilt für Amazon bzgl. der Verknüpfung von Büchern mit deren Rezensionen.
3) Anwender leisten einen wichtigen und stetigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Lösung:
Die als Service angebotenen Produkte unterliegen einer ständigen Weiterentwicklung gemäß den aktuellen Bedürfnissen der Nutzer. Neue Funktionalitäten werden implementiert und zeitnah vom Benutzer getestet. Werden sie angenommen, bleiben sie erhalten bzw. werden ausgebaut. Stoßen sie dagegen auf Ablehnung, werden sie wieder entfernt. Feste Releasezyklen weichen einer kontinuierlichen Entwicklung und Freigabe.
4) Steigende Bedeutung der kollektiven Intelligenz:
Wikipedia zählt zu den renommiertesten Beispielen, wie das Wissen der Netzgemeinde gebündelt und genutzt werden kann. Aber auch Blogs, Wikis und andere Community-Modelle fallen unter diesen Punkt. Entscheidend ist, dass die Inhalte von den Nutzern und nicht vom Anbieter der Plattform bereitgestellt werden (User Generated Content).
5) Erreichen der kritischen Masse durch die Adressierung des gesamten Webs:
Nur wenn auch die vielen kleinen Websites bzw. deren Betreiber die Möglichkeit haben, andere Anwendungen über Schnittstellen einfach für sich zu nutzen, z.B. für die Platzierung von Werbebannern auf Basis von Google AdSense, kann die für den Erfolg erforderliche kritische Masse erreicht werden.
6) Softwarelösungen lassen sich auf unterschiedlichsten Hardwareplattformen einsetzen:
iTunes von Apple stellt hierfür ein gutes Beispiel dar. Die Gesamtheit der Daten steht im Web zur Verfügung und Teile können zunächst zum PC und anschließend auf den iPod übertragen werden. Das ganze erfolgt einfach, intuitiv und nahtlos.
7) Umsetzung einfacher und leichtgewichtiger User Interfaces, Entwicklungs- und Geschäftsmodelle:
Die Akzeptanz und der Erfolg stellen sich am wahrscheinlichsten ein, wenn die Dinge einfach gehalten werden. So ermöglichen z.B. simple Programmierschnittstellen die schnelle Erstellung neuer Anwendungen bzw. Geschäftsmodelle durch die geschickte Kombination bereits bestehender Lösungen. Als Beispiel für diese sogenannten Mashups könnte der Internetauftritt eines Immobilienhändlers dienen, der seine eigenen Inhalte durch Geoinformationen von Google Maps und Fotos der Region von Flickr ergänzt.
In Bezug auf Content Management erhalten die Prinzipien des Aufbaus einzigartiger Datenbanken und der Nutzung der kollektiven Intelligenz besondere Bedeutung. Die kollektive Intelligenz ist nur dann wertvoll, wenn es gelingt, sie in Form von Inhalten festzuhalten und anderen zur Verfügung zu stellen. Das Erfassen, Verwalten, Archivieren und Publizieren von Inhalten ist die Kernaufgabe eines Content Management Systems.
Die Ablage der Inhalte erfolgt in einer Datenbank. Dementsprechend bietet ein Content Management System die ideale Basis zur Verwirklichung der genannten Prinzipien.
Blogs und Wikis gehören heute zum Standard eines modernen Intranets. Entsprechende Softwarelösungen sind i.d.R. kostenlos und schnell zu installieren. Sie erfüllen ihren Zweck dann auch so lange, wie das technische Fachwissen der Benutzer eine Bedienung erlaubt und die Mehrwerte einer einheitlichen und zentralen Datenhaltung nicht erkannt bzw. gefordert werden.
Im Vergleich bieten die meisten Content Management Systeme Benutzerschnittstellen, die seit Jahren bzgl. Einfachheit und Intuition optimiert wurden und auch problemlos von technisch nicht versierten Anwendern genutzt werden können. Die Ablage der Inhalte eines Blogs oder eines Wikis in einem Content Management System bietet darüber hinaus den Vorteil, dass der komplette Content Life Cycle, angefangen von der Erfassung bis hin zur Versionierung und Archivierung, abgebildet wird. Im Rahmen einer Suchanfrage werden folglich auch alle Inhalte gefunden, da sichergestellt ist, dass sie in den Suchindex aufgenommen wurden.
Die Modularität und Flexibilität des Imperia Systems bieten ideale Voraussetzungen zur schnellen Realisierung der genannten "Web 2.0"-Prinzipien. Über die Imperia Workflow-Engine werden alle Abläufe zur Verwaltung der Inhalte, unabhängig, ob vom User generiert oder von einem Redakteur erstellt, modelliert und implementiert. Sollten die Standardfunktionen nicht ausreichen, können die benötigten Funktionalitäten einfach per Plug-Ins hinzugefügt werden. Mit One-Click-Edit verfügt Imperia zudem über Editierfunktionalitäten, die von jedem Nutzer ohne Schulungsaufwand angewandt werden können.
Sie definieren Quelle, Zusammensetzung und Ziel der Inhalte und damit Einzigartigkeit und Wert. Imperia sorgt dafür, dass dieser Wert tatsächlich entsteht und auch erhalten bleibt.
Nutzen Sie "Web 2.0" da, wo es Ihnen Vorteile verschafft und Imperia, um schneller dorthin zu kommen. Wir beraten Sie gerne.
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